Die Hallenmeisterschaftsrunde ist vorbei

Zumindest für uns Mildstedter Bogensportler. Die Qualifikationsvoraussetzungen für die deutschen Meisterschaften, die dieses Jahr in Hof in Bayern stattfinden, hat keiner von uns erreicht. Bei der LM haben wir uns allerdings tapfer geschlagen.

Landesmeisterschaften am 18. und 19. Januar in Fockbek

Im Vorfeld gab es einigen Aufruhr im NDSB. Nachdem einige Funktionäre kurzfristig ihr Amt zur Verfügung gestellt hatten, hing es für einige Zeit in der Schwebe, ob die Landesmeisterschaften überhaupt ausgetragen werden können. Wir bekamen dann Mitte Dezember die erlösende Mail, dass die Ämter interimsweise besetzt werden konnten und die LM stattfindet. Kurz vor dem Wettkampfwochenende erhielten wir die Nachricht, dass in der Fockbeker Halle die Heizung nicht ordentlich funktioniert und wir uns bezüglich der Kleidung für alle Fälle einstellen sollten. Das konnte bedeuten, es ist s…-kalt, oder aber auch, die Halle ist überhitzt. Also auf alles vorbereitet sein und genügend Zwiebelschalen-Kleidung mitnehmen. Anfang Januar hielten die Fockbeker Bogenschützen ihr traditionelles Hallenturnier ab. Das Turnier findet nach den gleichen Bedingungen wie die LM statt und dient den meisten als gute Vorbereitung auf die LM. Hilde und Kerstin waren ebenfalls dort. Da zumindest funktionierte die Heizung noch.

Am Samstag startete Tristan in die LM. Hilde, Klaus-Dieter und ich standen für Sonntag auf der Startliste. Damit Tristan im Bedarfsfall fachliche Unterstützung hatte, fuhren Klaus-Dieter und ich auch am Samstag hin. Für die moralische Betreuung waren Tristans Eltern mit dabei. Unsere Hilfe wurde allerdings nicht benötigt. Er hat das souverän alleine gemeistert. Wir konnten uns dabei einen Eindruck von der Halle und den klimatischen Bedingungen machen. Es war nicht kuschelig warm, aber auszuhalten. Tristan schlug sich in seiner Klasse tapfer und erreichte mit 504 Ringen den 4. Platz. 15 Ringe mehr und er hätte es auf das Siegertreppchen geschafft. Zum Ausklang unterstützten wir die Ausrichter, indem wir noch etwas vom Kuchenbüffet verzehrten.

Tristan in voller Konzentration

Der Sonntag war dann unser großer Tag. Wir waren dicht zusammen auf den Scheiben eingeteilt. Hilde auf Scheibe 1, ich auf der 5. und Klaus-Dieter auf der 6. Scheibe. Dadurch hatten wir ständig Blickkontakt und konnten uns gegenseitig immer etwas aufbauen. Wir wollten noch eine Mannschaft mit uns dreien nachmelden, mussten uns aber von den Kampfrichtern belehren lassen, dass das so nicht ginge. Wir hätten in dieser Dreierkombination schon zur KM gemeldet sein müssen. Da war aber Kerstin gemeldet, anstatt ich. So blieb uns die Chance verwehrt, als Mannschaft noch einen Titel zu erringen.

Die beiden Durchgänge verliefen ruhig und konzentriert. In der Pause kam Kerstin zu uns und blieb als moralische Unterstützung bis zum Schluss da.

Unsere Ergebnisse:

Blank Seniorinnen Hilde Platz 1 mit 385 Ringen. Da ist noch Luft nach oben, aber für den Landesmeistertitel hat es gereicht.

Blank Master Klaus-Dieter Platz 6 mit 464 Ringen

Selbe Klasse Gerhard Platz 15 mit 415 Ringen

Klaus-Dieter konnte sein Niveau der KM leicht verbessern. Bei mir fehlte nach langer Meisterschaftsabstinenz doch die Turniererfahrung. Neben der körperlichen Anstrengung ist so ein Turnier auch eine mentale Belastung. Aber ich komme so langsam wieder.

Der Erstplatzierte in unserer Klasse hatte 497 Ringe geschafft. Klaus-Dieter war da nicht so weit von entfernt. Die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft liegt in dieser Saison bei genau 497 Ringen. Das bedeutet, dass der Schütze auf dem 2. Platz mit 496 Ringen nicht mehr zur DM fährt. So dünn ist die Luft dort oben.

 

Für mich war es nach langer Zeit wieder eine tolle Erfahrung. Das macht Lust auf mehr.

Ohne den Druck durch bevorstehende Hallenwettkämpfe können wir jetzt unser Material pflegen und optimieren und uns so langsam auf die Außensaison vorbereiten.

Gerhard Hornef