Mit der Entscheidung im letzten Herbst, ob genügend Spartenmitglieder bereit sind, sich die Arbeit zu teilen, begann bereits der Countdown für das Pfingstturnier. Bisher gab es noch immer genug Zuspruch, sodass wir dieses Jahr zum 17. Mal einladen konnten. Die Ausschreibung war noch nicht ganz fertig geschrieben, da kamen Anfang Januar auch schon die ersten Anfragen. Schnell die Ausschreibung überarbeitet und verschickt, bzw. online gestellt, da prasselten die Anmeldungen herein. Zuerst kamen viele, dann wurde es weniger und zum Ende der Ausschreibungfrist kleckerte es dann nur noch. Diesmal hatten wir 87 Anmeldungen. Ca. eine Woche vor Pfingsten sagten vier Teilnehmer ab. Mit Tristan Jürgensen und Markus Peters schickten wir 2 Mildstedter in den beiden Schülerklassen A und B an den Start.

Die Vorbereitungen liefen routiniert wie immer ab. Jeder der Erfahrenen weiß um seine/Ihre Aufgaben. Die neuen Spartenmitglieder liefen mit. Irgendwann können sie selbst Aufgaben übernehmen. Wir mussten kurz vorher noch vier neue Strohscheiben kaufen. Beim Abholen der Scheiben aus dem Lager stellten wir fest, dass sich Mäuse in den Scheibenmitten eingenistet hatten und diese dadurch unbrauchbar wurden. Anhand der Verbrauchszahlen der letzten Jahre konnten unsere Einkäufer recht gut den Bedarf für Verpflegung unserer Gäste bestimmen und die Einkaufsliste schreiben. Die Medaillen für die Ehrung der 3 Besten einer jeden Klasse waren ebenfalls fertig. Papierauflagen hatten wir nicht mehr genug und mussten den Bestand auffüllen. Nur gut, dass unser Materialwart eine sehr gute Übersicht über unseren Bestand hatte. Das Wochenende konnte kommen.

Samstag früh ging es mit dem Ausmessen des Platzes für die Schießbahnen los. Die Aufgabe braucht Zeit und Gewissenhaftigkeit. Als die Standorte für die Scheiben auf den verschiedenen Entfernungen festgelegt waren, konnte das Aufbauteam beginnen und die Scheiben aufstellen. Hier muss darauf geachtet werden, dass die jeweiligen Bogenklassen die geeigneten Scheiben bekommen. Compound- und Recurve-Schützen brauchen aufgrund ihrer meist stärkeren Bögen härtere Scheiben als andere Klassen. Aus der Halle holten wir noch 5 Scheiben samt Ständer. Zwei zogen los, um die Hinweisschilder und Wegweiser rund um den Platz zu verteilen. Mit Stangen und Flatterband wurde der Platz abgesperrt und später die Einkäufe in den Kühlschränken verteilt. Irgendwie waren alle etwas kaputt an diesem Tag und keiner wollte selbst noch trainieren.

Am Sonntag war um 7:00 Uhr Beginn angesagt. Es sah stark nach Regen aus. Direkt vor dem Platz stand ein Wohnmobil. Wie sich später herausstellte, waren das zwei Gäste, die am Abend vorher schon anreisten. Es lief alles Hand in Hand und kurz nach 8:00 Uhr standen wir rum, tranken Kaffee und fragten uns, was wir vergessen hätten. Wir waren viel früher fertig als sonst. Aber es war tatsächlich alles gemacht. Der Anblick der Scheiben mit den bunten Papierauflagen und den Windfähnchen ist immer wieder schön und begeisterte auch unsere Neuen, die zum ersten Mal das Turnier miterlebten. Schnell die Arbeitsklamotten gegen die Vereinskleidung getauscht und die Gäste konnten kommen. Das Küchenteam hatte wieder bestens vorgearbeitet und die Gäste konnten sich nach der teilweise doch langen Anreise erstmal mit Kaffee, Tee und belegten Brötchen stärken. Für uns fiel zum Glück auch etwas davon ab.

Zur Begrüßung kamen unsere Bürgermeisterin und ein Mitglied des Vereinsvorstands. Nachdem die Spielregeln für den Tag angesagt waren, konnte es endlich losgehen. Am Morgen sah es noch nach Regen aus. In der ersten Pause gab es Würstchen vom Grill und die restlichen Brötchen. Wir hatten fast alle Würstchen verkauft und hatten schon Bedenken, dass in der zweiten Pause nicht mehr genügend da waren. Zwischenzeitlich kam die Sonne raus und es wurde ein richtig schöner Tag. In der Pause nach dem zweiten Durchgang war den meisten nicht mehr nach Würstchen, sondern nach Kuchen, den viele Helfer aus der Sparte und den Familien gespendet hatten. Danke dafür. Und ehe wir uns versehen hatten, waren die Wettkämpfe mit dem dritten Durchgang auch schon vorbei. Die Sonne schien immer noch. Das Team für die Auswertung hatte genug zu tun, um die Ergebnisse einzutippen und die Sieger auszuwerten. Währenddessen bauten andere die Scheiben ab und das Küchenteam machte drinnen alles schier. Die Gäste bauten ihre Ausrüstung ab und warteten entspannt auf ihren Campingstühlen oder auf dem Rasen liegend auf die Siegerehrung. Mit ein paar flotten Sprüchen und viel guter Laune waren die Sieger schnell gekürt und Medaillen und Urkunden verteilt. Unsere Gäste verabschiedeten sich und wir erledigten die restlichen Aufräumarbeiten. Anschließend saßen wir noch kurz zusammen zum Resümee. Als wir dann nach Hause aufbrachen, war es bereits nach 20:00 Uhr.

Zum Glück bietet der Pfingstmontag nach den Anstrengungen der beiden letzten Tage noch Zeit zum Erholen. Ein wenig Arbeit wartete noch auf uns. Die Scheiben mussten wieder ins Außenlager, der Grill gereinigt und die Abrechnung gemacht werden. Dann schnell nach Hause und den Rest Pfingsten genießen. Und das nächste Pfingstturnier kommt bestimmt.

An dieser Stelle sei nicht vergessen, uns bei der Gemeinde zu bedanken, dass wir diesen schönen Platz und das Sportlerheim nutzen durften. Ebenfalls bedanken wollen wir uns beim Reit und Fahrverein Mildstedt. Schließlich konnten die Sportsleute ihren Platz während unseres Turniers nicht nutzen.