Ein Bericht von unserer Teilnehmerin Maike Grawe an Deutsche Meisterschaft Bogen in der Halle in Biberach an der Riß

Durch einem schönen Ergebnis bei der Landesmeisterschaft konnte ich mich auch zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren. Im Vorhinein war schon die Überlegung gestartet, ob sich die weite Fahrt lohnt und ob ich jemanden finde, der sich mir als „Schützenhilfe“ anschließt. Hilde erklärte sich sofort bereit und so konnten wir am Donnerstag morgen auf die weite Fahrt starten. Die A7 präsentierte sich von ihrer besten Seite und so konnten wir die 900 km ohne Stau hinter uns bringen. Pünktlich zum Startnummern-abholen erreichten wir die Halle, konnten uns dort schonmal orientieren, erste Accessoires- und Andenken-Stände besichtigen und anschließend in Ruhe unser Hotel beziehen.

Das Frühstück am nächsten Morgen, Freitag, den 8.3. fiel der Aufregung entsprechend kurz aus. In der Halle waren schon viele Schützen versammelt. Mit den Blankbogen-Schützen sollten auch die Compound-Schützen ihren Wettkampf starten. Aufbauen und Bogenkontrolle lief ohne große Schwierigkeiten.

In den Einschuss-Passen kämpfte ich noch mit leichtem Schwindel vor Aufregung, aber bis zu den Wertungs-Passen hatte sich der zum Glück gelegt. Der erste Durchgang lief ganz gut, allerdings nicht störungsfrei: plötzlich war ein Nockpunkt locker und die Zange befand sich bei Hilde auf der Tribüne…zwar in Rufweite, aber man schreit ja nicht gerne herum, wenn alle sich konzentrieren. Zum Glück war eine andere Schützin sehr hilfsbereit und konnte sofort eine Zange aus ihrer Tasche zaubern.

Im zweiten Durchgang kämpften wir alle mit Konzentrationsschwierigkeiten und fielen etwas zu unserer vorherigen Leistung zurück. Besonders irritierend, aber vielleicht auch motivierend war für mich der versehentliche Blick auf die Anzeigetafel mit dem aktuellen Ranking….auf Platz 9 hab ich mich aus meinem Gefühl heraus nicht gesehen. Diese Leistung konnte ich aber halten und bestätigen! Meine Konkurrentinnen, die mit mir auf eine Scheibe schossen, stellten sich allesamt als plaziert unter den ersten 6 heraus und hatten so meine Selbsteinschätzung während des Turniers etwas leiden lassen.

Letztendlich bin ich super-glücklich und stolz mit meinem neunten Platz! Top Ten Deutschlands!

Im Anschluss startete das Finale der Compound-Schützen und für Hilde und mich der entspannte Teil. Wir konnten die wunderbare Gastronomie in der Halle testen, mit Bekannten quatschen und einfach nur zugucken.

Leider konnten wir die Wettkämpfe am Samstag schon nicht mehr verfolgen, weil ich zu einer Familienfeier am Sonntag dringend wieder nach hause musste. So ging es also Samstag wieder auf die A7, die uns erneut ohne Stau überraschte und dann schnell Richtung Norden!

Vielen Dank an Hilde, ohne die ich niemals gefahren wäre; an Hans, unseren Trainer, der mich mit unzähligen Motivationshilfen versorgt hat; Holger und Klaus-Dieter, die mir Ersatz-Material geliehen haben und an alle Sparten-Mitglieder, die an mich gedacht haben und die Daumen gedrückt hielten 🙂

Alle ins Gold Maike